Im Oktober 2003 gründete Helmut Newton die Helmut Newton Foundation, die seitdem in einem ehemaligen preußischen Offizierskasino in Berlin-Charlottenburg untergebracht ist.
Als internationale Stiftung mit weltweiter Ausstrahlung widmet sich die Helmut Newton Foundation der Aufarbeitung und Präsentation des fotografischen Werkes von Helmut und June Newton, die unter dem Pseudonym Alice Springs seit den 1970er Jahren ein bedeutendes, eigenständiges Werk geschaffen hat.
Bezüglich der von Helmut Newton formulierten Ziele soll die nach ihm benannte Stiftung eine „lebendige Institution sein, kein totes Museum“. So werden die unterschiedlichen Aspekte seines außergewöhnlichen fotografischen Werkes im halbjährigen Wechsel präsentiert und anderen renommierten Fotografen gegenübergestellt. Diese Dialogsituation von Newtons Werk auf der einen und international bedeutenden Fotografen auf der anderen Seite kam bereits mehrfach zum Tragen, in Gegenüberstellung mit David Lachapelle und James Nachtwey, mit Larry Clark und Ralph Gibson, mit Greg Gorman und Frank Horvat, mit Mario Testino und Guy Bourdin, mit Sarah Moon und Paolo Roversi, mit David Lynch und Saul Leiter – und dieser Dialog wird fortgesetzt.
Durch diese stets sehr gut rezipierten Ausstellungen ist die Helmut Newton Foundation zu einem wichtigen Bestandteil der Berliner Kulturszene sowie zum Anlaufpunkt der vielen internationalen Berlin-Besucher geworden. Durch die enge Kooperation mit C/O Berlin und der Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek bilden diese drei Fotoinstitutionen ein deutschlandweit einmaliges Fotocluster am Berliner Bahnhof Zoo. Auch der Europäische Monat der Fotografie fand im Herbst 2016 und 2018 in den beiden Häusern statt.
Die Helmut Newton Foundation organisiert nicht nur Präsentationen in Berlin, sondern hat seit ihrer Gründung komplette Ausstellungen auch an andere renommierte Museen und Institutionen verliehen, beispielsweise nach Amsterdam (Foam), Budapest (Museum of Fine Arts), Genua (Palazzo Ducale), Houston (Museum of Fine Arts), Mailand (Palazzo Reale), München (Hypo-Kunsthalle), Paris (Grand Palais), Rom (Palazzo delle Espositioni), Stockholm (Fotografiska), Venedig (Tre Oci) oder Montreal (Museum of Fine Arts). Diese Ausstellungspraxis in Berlin und anderswo wird auch zukünftig weiterverfolgt.